Aus dem Leben einer Zecke

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Ein bisschen Zecken-ologie

Die Zecke zählt zu den Spinnentieren und durchläuft verschiedene Lebenszyklen. Für jeden Zyklus hat die Zecke Blut nötig.

Eine weibliche Zecke kann Tausende von Eiern legen. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei wird diese Zecke “Larve” genannt. Diese junge Zecke hat nur 6 Beine, während eine ausgewachsene Zecke 8 Beine hat.

Die meisten Zeckenarten häuten sich zweimal. Die Larve häutet sich nach ihrer ersten Blutmahlzeit und wird zur Nymphe mit 8 Beinen. Diese wiederum häutet sich auch nach der Blutmahlzeit und wird zur erwachsenen Zecke, die sich fortpflanzen kann. Da sie bereits Blut bei mehreren Opfern gesaugt haben, besteht ein hohes Risiko, dass diese Zecken Krankheitserreger in sich tragen.  Die Beute der Zecken können Säugetiere, Vögel oder auch Reptilien sein. Es gibt auch Arten, die ihr Leben lang auf ein und demselben Tier oder im Nest des Wirtes bleiben. Einige Arten können auf verschiedenen Wirten leben, andere wiederum bevorzugen bestimmte Tiere.

Zecken halten sich im Gras, im Gebüsch, in Dünen, auf Weiden, in Gärten und Wäldern auf. Sie können im Notfall mehrere Jahre überleben, ohne sich zu ernähren. Zecken spüren ihre Wirte in der Regel durch deren Körpertemperatur auf. Sie krabbeln meistens einige Minuten auf dem Wirt herum, bevor sie eine geeignete Stelle finden, um Blut zu saugen. Ihre Favoriten sind hierbei warme Stellen wie Achseln, Kniekehlen, Leiste oder sogar die Gesäβfalte. Lesen Sie hier mehr über das Thema Zecken entfernen.

Infektionskrankheiten

Zecken können Erreger verschiedener Infektionskrankheiten in sich tragen. Der bekannteste Erreger ist die Borrelia-Bakterie, die Lyme-Borreliose verursachen kann. Immer mehr Zecken tragen diese Bakterie in sich, dadurch ist das Infektionsrisiko in einigen Gebieten erheblich angestiegen.

Von ‘unschuldigen’ Larven …

Larven klettern unverzüglich auf eine gewisse Höhe über dem Boden und warten dort auf einen möglichen Wirt. Sie klammern sich fest und saugen sich voll. Danach lassen sie sich wieder auf den Boden fallen und häuten sich. Eine Zecke im Larvenstadium kann noch keine Krankheiten übertragen. Eine Larve ist daran zu erkennen, dass sie nur 6 Beine hat.

… bis zu einem risikobehafteten Biss

Nach der Häutung der Larve sucht jetzt die Nymphe nach einem neuen Wirt. Der Wandlungsprozess wiederholt sich: die Nymphe klammert sich fest, saugt Blut, lässt sich auf den Boden fallen und häutet sich. Jetzt ist es eine ausgewachsene Zecke und sucht zum dritten mal einen Wirt.

 Auf Partnersuche

Die weibliche Zecke wird jetzt nicht nur Blut saugen, sondern sich auch eine männliche Zecke zur Paarung suchen. In den meisten Fällen findet diese Paarung auf einem Wirt statt. Im Gegensatz zur weiblichen Zecke hat das Männchen kein Blut nötig und kann sich sogar mehrmals paaren. Weil die männliche Zecke kein Blut braucht, beiβt sie auch nicht.

Nach ihrer letzten Blutmahlzeit setzt das Weibchen einen beträchtlichen Teil ihres Körpergewichts (50% oder mehr) in Eier um, wobei sie nach dem Legen von bis zu Tausenden von Eiern stirbt.

Schutz gegen Zeckenbisse

Einem Zeckenbiss kann man vorbeugen, indem man die Haut soviel möglich bedeckt. Tragen Sie am besten immer eine lange Hose und ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine. Sprühen Sie die unbedeckte Haut mit einem zuverlässigen Insektenschutzspray (schützt auch vor Zecken!) ein. Um Ihre Füβe, Knöchel und Unterschenkel optimal zu schützen, tragen Sie imprägnierte, insektenabweisende Socken (Bugsox von Care Plus).

Suchen Sie Ihren Körper nach einem Tag in der Natur nach Zecken ab: wenn eine Zecke innerhalb von 8 Stunden entfernt wird, ist das Infektionsrisiko äuβerst gering. Aber es ist auch wichtig, wie die Zecke entfernt wird. Verwenden Sie hierzu eine spezielle Zeckenzange. Entfernen Sie eine Zecke niemals mit dem Fingernagel oder mit einer brennenden Zigarette, Alkohol oder Seife. Diese Methoden können dazu führen, dass die Zecke sich erschreckt und ihren Speichel mit möglichen Krankheitserregern in die Wunde injiziert. Setzen Sie die Zeckenzange so dicht wie möglich an der Haut an und drehen Sie vorsichtig, bis die Zecke loslässt.

Haben Sie trotz aller Vorsorgemaβnahmen eine vollgesaugte Zecke entdeckt und entfernt und möchten Sie wissen, ob diese eventuell mit Borrelien infiziert war? (Die Borrelia-Bakterie kann die Krankheit Lyme-Borreliose verursachen.) Mit dem Zeckentest können Sie dies selber untersuchen. Innerhalb von 20 bis 30 Minuten bekommen Sie mit diesem (Selbst)Diagnosetest ein sehr zuverlässiges Ergebnis. Sie sehen sofort, ob Sie einen Arzt konsultieren sollten.

 

Quellen

http://www.rivm.nl/Onderwerpen/T/Tekenbeten_en_lyme/De_teek

https://www.tekenradar.nl/teken/teken

http://www.lymevereniging.nl/main.php?id=26

https://nl.wikipedia.org/wiki/Teken_(dieren)